Heute Nachmittag haben wir uns in Hangzhou auf den Weg nach Fuding gemacht.
Die Chinesen haben uns freundlicherweise Zugtickets besorgt, so dass wir uns eigentlich unbesorgt auf den Weg hätten machen können, wäre nicht das Gerücht aufgekommen, in der zweiten Klasse wäre es so voll, dass man zwangsläufig Käfige mit Hühnern oder dergleichen von seinem Nachbarn auf den Schoß gesetzt bekäme. So standen wir dann allein in der Bahnhofshalle – mittlerweile hatten sich unsere Begleiter verabschiedet – und haben uns ausgemalt, was für Abenteuergeschichten wir zu Hause wohl werden erzählen können.
Abgelenkt wurden wir nur vom Blitzlichtgewitter, da wir die ganze Zeit über von den Leuten fotografiert wurden. Auch in einer Stadt mit sieben Millionen Einwohnern sind Europäer anscheinend selten…
Und dann hatten wir uns tatsächlich hinter dem richtigen Schild mit chinesischen Schriftzeichen angestellt und sind leicht gestresst aber vollständig dank der Hilfe einiger sehr netter Menschen in unseren Zug gelangt. Und siehe da: Der Zug war auch in der zweiten Klasse viel komfortabler als die Bahnen in Deutschland. Und zu unserer Enttäuschung mussten wir auch keine Hühnerkäfige auf unseren Schoß nehmen.
Wie schon einige Male zuvor mussten wir unsere Vorurteile korrigieren und feststellen, dass China zumindest da, wo wir waren, sehr weit entwickelt ist – auch wenn dies nicht unbedingt zum Vorteil für die Umwelt ist.










