Tee Blog des Hamburger Teespeichers

Archiv für November 2011

Jetzt neu: viele Tees in der 10g-Probiergröße erhältlich

Mittwoch, 23.11.2011

Qualität ist uns besonders wichtig – und das hat auch bei Tees zuweilen seinen Preis. Haben Sie einen bestimmten Tee, der Ihnen bis jetzt zu teuer war, welchen Sie jedoch unbedingt einmal probieren möchten? Dann ist jetzt die Gelegenheit dazu! Mit unseren neuen 10g-Größen macht das Probieren richtig Spaß. Vielleicht entdecken Sie so Ihren neuen Lieblingstee – trauen Sie sich!

Sollte Ihr Wunschtee noch nicht in der 10g-Probiergröße erhältlich sein – demnächst werden wir die Probiergröße auch für viele andere Tees anbieten!

Eine schöne (Probier-)Teezeit wünscht Ihnen das Team des Hamburger Teespeichers

Wir sind Slow Food-Förderer!

Dienstag, 22.11.2011

Wir freuen uns, neues Mitglied bei Slow Food Deutschland zu sein. In Zukunft wollen wir jede Tasse Tee unter dem Grundsatz „Genuss mit Verantwortung“ verkaufen – und genießen!

Als Förderer von Slow Food Deutschland ist der Hamburger Teespeicher in seiner Tätigkeit der Philosophie von Slow Food sehr verbunden. Unser Engagement gilt der nachhaltigen Teeproduktion – damit wollen wir unseren Beitrag leisten für Lebensmittel, die fair produziert werden, die natürlich sind und vor allem möglichst ohne Zusatzstoffe auskommen!

Die weltweite Slow Food-Vereinigung wurde im Jahre 1989 gegründet mit dem Ziel, der zunehmenden Fast Food Bewegung Einhalt zu gewähren. In Deutschland gibt es rund 10.000 Mitglieder. Slow Food setzt sich weltweit für die Erhaltung einer nachhaltigen Ess- sowie Trinkkultur ein. Dabei unterstützt Slow Food die Landwirtschaft und setzt sich für faire Preise bei den Erzeugern ein. Dazu gehört auch traditionelles Handwerk, wie es bei der Teeernte und -verarbeitung erforderlich ist. Slow Food stellt einen wichtiger Vermittler zwischen Produzenten, Konsumenten und Händlern dar, wobei Transparenz und Qualitätsmanagement im Mittelpunkt stehen.

Getreu dem Motto „Für gute, saubere und faire Lebensmittel!“ freuen wir uns, dass wir als Slow Food-Förderer angenommen worden sind!

Analyse für No.716 Catechintee

Mittwoch, 16.11.2011

Hier nun der ebenfalls sehr erfreuliche Prüfbericht für unsere No.716.

Analyse des Catechintees

Analyse für No.717 Sencha Sakura-No

Montag, 7.11.2011

Untenstehend finden Sie die Analyseergebnisse bezüglich eventueller Radioaktivität für unseren neuen Sencha Sakura-No.

Bei der Kontrolle, die vom deutschen Zoll bei der Einfuhr nach Deutschland durchgeführt wird, ist der entscheidende Faktor, dass die Werte unter den zugelassenen Höchstwerten liegen. Ob der Grenzwert von 500 Bq/ kg ausreichend niedrig angesetzt ist, ist ja sehr umstritten. Deshalb freuen wir uns, dass das Ergebnis des Sakura-Nos nicht nur sehr weit davon entfernt ist, sondern dass überhaupt kein Rückstand von Radionukliden festgestellt werden konnte (Bestimmungsgrenze 3 Bq/ kg). Dann schmeckt der Tee doch gleich nochmal so gut.  :-)

Bambuskohle – die Verkostung

Samstag, 5.11.2011

Heute endlich haben wir es geschafft, das normale Leitungswasser mit dem Bambuskohlenwasser zu vergleichen.

Eigentlich sollte die Kohle ja nur eine Nacht im Wasser bleiben, nun sind es fünf Tage geworden… Ob das nun Einfluss auf den Geschmack hat oder nicht, werden wir demnächst nochmal ausprobieren. Heute gab es also erstmal den Vergleich mit dem sehr lange “behandelten” Wasser.

Probiert haben wir einen Schwarztee aus dem Kultivar No.18, einen Premium Longjing und unseren Goldenen Oolong.

Schwarztee, Oolong und Grüntee

Besonders groß war der Unterschied beim Schwarztee. Mit dem normalen Leitungswasser schmeckte der Tee nur vordergründig gut, blieb aber etwas flach. Mit dem Bambuskohlenwasser zubereitet schmeckte er vollständiger, runder.

Der nächstgroße Unterschied war beim Longjing festzustellen. Mit dem normalen Wasser zubereitet schmeckte er “nett”, in dem Bambuskohlenwasser zeigte er seine Süße und die leichten Kastaniennoten deutlicher.

Der Huang Jin Gui schmeckte ähnlich gut in beiden Gläsern. Im Bambuskohlenwasser schmeckte er etwas dezenter, runder und weicher.

Fazit: Da der Aufwand sehr gering ist, lohnt sich die Zubereitung mit Bambuskohlenwasser bei unserem Leitungswasser auf jeden Fall Ob der Unterschied in anderen Gegenden genauso groß (oder vielleicht noch größer!) ist, werden wir bei Gelegenheit mal ausprobieren.

Catechine

Samstag, 5.11.2011

Da wir in letzter Zeit immer mehr Anfragen nach dem Catechingehalt unserer Grüntees erhalten, haben wir unten einen diesbezüglich interessanten Artikel eingefügt und außerdem einen Tee speziell für unsere Kunden, die einen hohen Catechingehalt wünschen, aufgenommen:

http://www.teespeicher.de/Gruentee/Japan/No716-Japan-Kyushu-Miyazaki-Kafun-Catechin-Tee-Bio::730.html

Catechininfo:

Gerade in den letzten Jahren haben sich Wissenschaftler sowohl in Japan als auch in anderen Ländern verstärkt den Inhaltsstoffen des grünen Tees und deren Wirkungen auf den menschlichen Organismus beschäftigt. Im Vordergrund der Forschung standen dabei die Sekundären Pflanzeninhaltstoffe, speziell die Catechine, die im grünen Tee in hohen Konzentrationen, einige ausschließlich in grünem Tee gefunden wurden.
Für die Erzeugung von schwarzem und Oolong-Tees bieten sich Camelia-Varianten mit eher hohem Gehalt an Catechinen an, da diese durch Oxidation während des Fermentationsprozesses die Aromakomponenten dieser Teesorten herausbilden. Beim Fermentationsprozess verlieren die Catechine jedoch ihre biologische Wirksamkeit. Für die Herstellung von grünem Tee werden hingegen meist Varianten angebaut, die einen eher geringen Gehalt dieser bitter schmeckenden Stoffe aufweisen. In Japan ist die Variation yabukita für die Herstellung von Grüntee weit verbreitet. Anfang der 1990er Jahre wurde in Japan die Assamica-Hybride „benifuuki“ aus den Variationen benihomare und einer sinensis-Variation mit der Bezeichnung Cd86 gekreuzt. Sie zeichnet sich durch einen besonders hohen Gehalt an Catechinen und im Besonderen durch ihren Gehalt an methyliertem EGCG [EGCG3“Me] aus. Die meisten anderen Camelia-Variationen, auch yabukita, enthalten überhaupt kein EGCG3“Me. Methyliertes EGCG ist im Gegensatz zu nicht-methyliertem EGCG sehr gut bioverfügbar, schon geringe Mengen können in hohem Maße vom Körper aufgenommen werden (Kato et al. 2008). 100g Teepulver der Sorte benifuuki enthalten durchschnittlich 780mg EGCG3“Me – unter der Bedingung, dass die Teeblätter nicht fermentiert sind (Sano et al. 1999). Methyliertes EGCG, so konnte von Maeda-Yamamoto et al. (2007) gezeigt werden, reguliert überschießende Immunreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) bei Allergien (v.a bei Heuschnupfen [jap. Kafun]) über das Verhindern der Aktivierung von Mastzellen. Diese sind für die Entzündung und damit das Überschießen der Immunreaktion verantwortlich.
Während klassische Immunsuppressiva das Immunsystem unterdrücken und damit anfällig für Infekte machen, wirkt methyliertes EGCG nur auf die Mastzellenaktivierung, ohne dabei das Immunsystem zu unterdrücken. Die Wirksamkeit des methylierten EGCG wurde bei einer Dosis von 1,5 g Pulvertee aus unfermentierten benifuuki-Blättern (4-5 Spatelspitzen) pro Tag über 13 Wochen während des Pollenfluges
nachgewiesen (Kato et al. 2008). In Japan wird Pulvertee aus benifuuki-Blättern verstärkt im Frühling getrunken um damit die Heuschnupfen-Symptome zu lindern.

Besondere Teeverkostung

Samstag, 5.11.2011

Liebe Teefreunde,

wir werden am 03.12.2011 eine besondere Teeverkostung in den neuen Räumen des Speicherstadtmuseums durchführen.

Das Thema sind die chinesischen und taiwanesischen Oolong- und Grüntees. Wir werden hier einige Besonderheiten aus unserem Schatzkästchen herausholen und verkosten.

Außerdem werden wir die Oolongherstellung erläutern.

Es werden etwa zehn Teesorten verkostet werden, Dauer ca. 1,5 Stunden. Es wird kein reiner Vortrag sein, vielmehr hoffen wir auf anregende Gespräche über den Geschmack des Tees und vieles mehr.

Wer also mal in die Welt der besonderen Tees eintauchen möchte, melde sich bitte an. Die Gruppen sind klein gehalten.

Bei Fragen melden Sie sich bitte bei uns.

Schönen Gruß

Henning Schmidt